Das Goldene Zeitalter


In jener Zeit, da das naturgewollte Wirken in höchster Form noch auf der Erde herrschte, schätzte man nicht Weisheit hoch und fragte
nicht nach Fähigkeit. — Der Herrscher glich einem Baume, der mit seinen Zweigen alles schirmt, das Volk war wie die Rehe,
die sich unter seine Krone schmiegen.

— Die Menschen waren rechtschaffen und gerade, ohne zu wissen, was Pflicht ist.
— Sie liebten ihren Nächsten, ohne zu wissen, was Liebe ist. — Sie waren treu,
ohne zu wissen, was Treue ist. — Sie waren wahrhaft, ohne zu wissen, was
Wahrhaftigkeit ist. — In aller Selbstverständlichkeit halfen sie einander, ohne
das als besondere Güte zu empfinden. — Darum hinterließen ihre Taten keine
Spuren, und ihre Werke wurden nicht der Nachwelt überliefert. Dschuang-Dsi

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Dieser Beitrag wurde am November 11, 2011 veröffentlicht, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink. Ein Kommentar

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